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Das Jugend Sportkonzept

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Juni 4, 2019 | Jugend

Das Jugend Sportkonzept

1. Die Leitidee

Das Jugendgolf im GC Schloss Elkofen hat einen festen Stellenwert im Clubleben und wird vom gesamten Vorstand unterstützt. Die Förderung der individuellen golferischen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes / Jugendlichen ist erstes Ziel bei der Jugendarbeit. Neben der leistungsorientierten Entwicklung (Mannschaftsspiel / Turnierspiel), sofern diese von den Kindern / Jugendlichen gewünscht wird, steht auch die Entwicklung der Kinder / Jugendlichen zu „Hobbyspielern“ im Fokus. Daneben möchte der GCSE Kinder und Jugendliche während ihrer Zeit im Club in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

2. Grundsätze / Leitlinien (Mission)

Die folgenden Leitlinien sollen Grundlage für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beim GCSE sein. Sie bietet Kindern / Jugendlichen, Trainern, Eltern und allen Mitgliedern des GCSE wichtige Orientierungshilfe darüber, wie das Miteinander im Club hinsichtlich Golftraining, -spiel und vielen anderen Aktivitäten gestaltet sein sollen.

2.1. Der GCSE fördert seine Jugendarbeit
Es ist der Anspruch des GCSE, seine Kinder- und Jugendmannschaften genauso zu fördern und zu unterstützen wie seine Mannschaften im Erwachsenenbereich. Denn aus dem Nachwuchsbereich wachsen die aktiven Spieler und Spielerinnen der Herren-/Damenmannschaft heran.
Ebenso nehmen „nicht-leistungsorientierte Kinder und Jugendliche“ am späteren Clubleben im Erwachsenenalter teil.
Der GCSE stellt der Jugend im Rahmen der Möglichkeiten Trainings- und Spielzeiten zur Verfügung, um den Kinder- und Jugendmannschaften und deren Trainern einen effektiven, sicheren und reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb zu gewährleisten.

2.2. Der Jugendwart
Zur Koordination des Trainings- und Spielbetriebes seiner Jugend hat der Vorstand des GCSE den Jugendwart beauftragt. Der Jugendwart übernimmt die Abstimmung des Trainings und die Koordination der Trainingsgruppen in Abstimmung mit dem HeadPro des GCSE. Ebenso stimmt sich der Jugendwart mit den Trainerassistenten ab und organisiert die Spieltage, die Feriencamps und alle weiteren Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Golfsports beim GCSE. Der Jugendwart ist Mitglied des Vorstands. Somit ist gewährleistet, dass der GCSE die Kinder- und Jugendarbeit umfassend fördert und unterstützt.

2.3. Haupttrainer
Der HeadPro und der Pro werden für das Jugendtraining vom GCSE bezahlt.

2.4. C-Trainer & Trainerassistenten
Die C-Trainer und Trainerassistenten arbeiten gegen eine geringfüge Aufwandentschädigung für den GCSE, welche vom Förderverein jugendlicher Golfer getragen wird. Sie opfern für das Training / die Organisation dafür einen erheblichen Teil ihrer Freizeit. Dieser persönliche Einsatz ist zum Wohl der Gemeinschaft und dient zur Förderung des Clublebens des GCSE. Dies sollte vom GCSE, den Eltern und insbesondere von den Kindern und Jugendlichen anerkannt und respektiert werden. Die Trainer (HeadPro, C-Trainer und Trainerassistenten) sind in der Trainings- und Spielzeit für die Kinder verantwortlich und orientieren sich während dieser Zeit und im Rahmen ihres Wirkens im GCSE an den hier beschriebenen Leitlinien.

2.5. Auch Golftraining will gelernt sein!
Jugendarbeit im Golfsport erfordert auch im ehrenamtlichen Bereich die Bereitschaft, sich als Trainer persönlich weiter zu entwickeln. C-Trainer und Trainerassistenten sollten im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten bestrebt sein, die vielfältig angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten (insbesondere durch den BGV) wahrzunehmen, um die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu optimieren. Der GCSE unterstützt die Trainer bei ihrem Bestreben, sich weiterzubilden. Trainer und Jugendwart des GCSE stimmen sich über die Fördermöglichkeiten ab. Vom HeadPro und Pro wird eine angemessene Fortbildung erwartet.

2.6. Vermittlung von Respekt und Toleranz
Golf ist eine Individualsportart, die vom gegenseitigen Respekt aller Beteiligten lebt. Die Trainer wollen den Kindern und Jugendlichen Respekt vermitteln. Respekt vor vermeintlich „schwächeren“ Golfspielern, generell jedem anderen gegenüber und natürlich auch vor den Trainern. Im Gegenzug begegnen auch die Trainer den Kindern und Jugendlichen mit Respekt. Dieser zeigt sich nicht nur in der Art, wie miteinander gesprochen wird („Der Ton macht die Musik!“), sondern auch in einer respektvollen Würdigung der Leistungsfähigkeit und Willigkeit des Einzelnen. Letztlich repräsentieren Spieler und Trainer gemeinsam den GCSE. Der Außenwirkung ihres Auftretens sollten sie sich daher bei allen Worten und Taten immer bewusst sein.

2.7. Erfolgsverständnis
Erfolg hat gerade im Golfsport viele unterschiedliche Gesichter – und lässt sich auf keinen Fall an der Platzierung allein festmachen! Erfolg kann sich am Handicap festmachen. Aber alles nur darauf zu reduzieren, führt sehr schnell in die Irre! Eine „Hochspielung“ ist mitunter genauso viel wert wie eine „Unterspielung“. Es müssen immer die Umstände betrachtet werden, welche diesem „zählbaren“ Erfolg zugrunde liegen. Erfolg ist vor allem zu verzeichnen, wenn das Spiel Spaß macht. Das heißt, wenn die Kinder und Jugendlichen weder über- noch unterfordert werden und sie die Gelegenheit erhalten, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten als Persönlichkeit zu entwickeln. Dieses umfasst über das Erlernen von golferischen Fertigkeiten hinaus die Aneignung sozialer Kompetenzen, so z.B. die Teamfähigkeit oder die Balance zwischen Fordern und Verzicht oder die positive Verarbeitung von Siegen und Niederlagen. Nur so und ohne den irreführenden, sich lediglich am Handicap orientierenden falschen Ehrgeiz bleibt die Freude am Golf langfristig erhalten. Die erlernten Fertigkeiten und Fähigkeiten werden den Kindern und Jugendlichen auch außerhalb des Golfsports helfen, sich in ihrem Lebensumfeld zurechtzufinden und sich den Aufgaben in ihrem Leben zu stellen.

2.8. Das geht unsere Kinder und Jugendlichen an!
Was wir uns von den Kindern und Jugendlichen wünschen. Kinder und Jugendliche sollten die Trainingszeiten dazu nutzen, konzentriert und zielgerichtet mitzuarbeiten. Sollten sie Fragen oder Probleme im sportlichen Bereich (manchmal auch darüber hinaus) haben, können sie sich jederzeit an ihre Bezugspersonen (Trainer, Jugendsprecher, -wart) im GCSE wenden. Trainer erscheinen gut vorbereitet und pünktlich zum Training. Dies ist auch von den Kindern und Jugendlichen zu erwarten. Ist es einmal nicht möglich zum Training zu kommen, sind die Trainer bzw. der Jugendwart frühzeitig zu informieren.

2.9. Alters- und entwicklungsgerechtes Training und Spiel
Jedes Alter und jeder Entwicklungsstand erfordern ein spezielles Training, um den Einzelnen und damit auch die Mannschaft (z.B. AK, MiniTeam) bestmöglich zu fördern. Dem GCSE ist die altersgerechte Gestaltung und Abhaltung des Jugendtrainings sehr wichtig. Für jede Altersgruppe ist bedeutsam, dass jedes Kind / jeder Jugendliche – egal, mit welchem Leistungsstand – im Training genügend Übungs- und Spielmöglichkeiten erhält, um sich seinen Möglichkeiten entsprechend verbessern zu können. Jedes Kind / jeder Jugendliche sollte darüber hinaus auch zu anderen Zeiten die Trainingsmöglichkeiten beim GCSE nutzen. Zu diesem Zweck werden die Übungsbälle kostenlos zur Verfügung gestellt.

2.10. Mannschaftseinsätze
Grundsätzlich gilt, dass die Planung von Mannschaftseinsätzen ausschließlich im Verantwortungsbereich des Jugendwarts liegt. Bei der Entscheidung über den Mannschaftseinsatz wägt der Jugendwart mit dem HeadPro das Können des Spielers, die Zugehörigkeit zum Team, die momentane Situation der Mannschaft, die individuelle Spielsituation und natürlich auch Anwesenheit beim Training und den Trainingsfleiß ab. Die Entscheidungsfindung ist aufgrund der zahlreichen Faktoren sehr komplex und entzieht sich in der Regel Außenstehenden, z.B. auch den Eltern. Daher kann ihnen in dieser Hinsicht grundsätzlich kein Mitspracherecht eingeräumt werden.

2.11. Eltern und Angehörige
Eltern und Angehörige spielen für die Begleitung ihrer Kinder im Golf eine zentrale und bedeutende Rolle. Die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen, der Trainer und des Vereins durch die Eltern ist in der Kinder- und Jugendarbeit unerlässlich.

2.12. Anmelden und Einwilligen muss sein
Bevor das Kind beim GCSE regulär trainieren und spielen darf, ist es von den Eltern im GCSE als Mitglied anzumelden. Dies muss auch aus Versicherungsgründen möglichst sofort erfolgen. Daneben haben von Rechtswegen die Eltern/Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis für die Anfertigung und Veröffentlichung von Personenaufnahmen Ihres Kindes zu geben. Grund: Zu einer guten Öffentlichkeitsarbeit zählt die Berichterstattung ggf. inklusive Bild. Ohne Erlaubnis wäre streng genommen keine Aufnahme und Veröffentlichung erlaubt.

2.13. Eltern sorgen für die richtige Sportausstattung
Eltern sollten ihr Kind bei der Ausübung der Sportart unterstützen. Dies fängt bereits bei der Golfausrüstung an. Besonders Kinder und Jugendliche müssen mit witterungsgerechter Kleidung zum Training bzw. Spiel erscheinen. Dazu gehört auch das passende Schuhwerk. Des Weiteren ist besonders im Sommer dafür zu sorgen, dass den Spielern ausreichend Getränke zum Training/zu den Spielen mitgegeben wird. Genauso wie von Seiten der Eltern darauf zu achten ist, dass die Kinder in der „ kalten Jahreszeit“ warm angezogen sind.

2.14. Regeln für Eltern
Eltern sollten sich bei Problemen zunächst an die direkt beteiligten Trainer wenden; sollte so keine Lösung erreicht werden, wenden sie sich an den Jugendwart! ·
Eltern geben Kritik und natürlich auch Lob persönlich an den Trainer ab. Probleme oder Anregungen werden konstruktiv besprochen
Eltern mischen sich weder in den Trainings- und Spielbetrieb noch in die Mannschaftsaufstellung ein
Eltern werden gerne bei evtl. Elternabenden begrüßt, um Ideen und Anliegen vorzubringen oder einfach nur, um sich zu informieren
Eltern stellen sich gern für Fahrdienste und bei den Kleineren als Zähler zur Verfügung
Eltern sind Vorbilder für „Fairplay“! Das bedeutet, auch bei Problemen bleiben sie sachlich und kommunizieren in einem respektvollen und höflichen Umgangston mit den anderen Beteiligten.

2.15. Sozialarbeit
Jugendarbeit im Golf ist immer Sozialarbeit! Das heißt, die ehrenamtlich Arbeitenden stellen ihre Zeit für den sozialen Zweck im Clubleben zur Verfügung. Der Förderverein versucht ebenfalls im Rahmen seiner Möglichkeiten sozial schwächer gestellte zu fördern und ihnen gegebenenfalls bei Problemen zu helfen ihrem Hobby nachzugehen.

3. Generelle Ziele

Aus den obigen Leitlinien lassen sich 4 Hauptziele ableiten, die in den kommenden Punkten dargestellt und erläutert werden.

1. Kinder und Jugendliche aus der Region an den Golfsport heranführen.
Ziel der Jugendarbeit des GCSE ist es, Kindern und Jugendlichen aus der Region eine Anlaufstelle für den Golfsport zu bieten. Dabei ist es unabhängig, ob die Kinder und Jugendlichen mit oder ohne Eltern den Golfsport erlernen wollen.

2. Breitensport Golf mit Leistungscharakter zu ermöglichen
Bei der Jugendarbeit des GCSE wird Wert darauf gelegt, dass alle Kinder und Jugendlichen den Golfsport erlernen können und sich je nach Interessenlage zum Freizeit- / Hobbygolfer oder zum leistungsorientierten Mannschaftsspieler entwickeln können

3. Spieler/-innen Entwicklung für den Mannschaftsbereich
Für die leistungsorientierten Kinder und Jugendlichen ist in Abstimmung mit dem HeadPro eine Entwicklung des Spielers / der Spielerin abzustimmen, die sukzessive auf die Etablierung in der Herren- / Damenmannschaft abzielt.

4. Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen
Neben der Entwicklung der motorischen und koordinativen Fähigkeiten ist es dem GCSE ein Anliegen, die Kinder und Jugendlichen auch charakterlich weiterzuentwickeln. Hierzu gehören neben der Fairness und Höflichkeit auch Aspekte der Teamfähigkeit aber auch Disziplin. Wobei grundsätzlich der Spaß am Sport nie zu kurz kommen darf

4. Nachhaltigkeit / Controlling

Sowohl Leitlinien als auch Ziele machen nur Sinn, wenn Sie in regelmäßigen Abständen geprüft und ggf. aktualisiert werden. Nur so ist eine moderne Jugendarbeit leistbar. Neben der Überprüfung des Werks gehört aber auch eine Überprüfung des Leistungsstands der Kinder und Jugendlichen dazu. Mindestens einmal im Jahr stimmen sich HeadPro und Jugendwart gemeinsam über den Entwicklungsstand und die –ziele der Kinder und Jugendlichen ab. Beurteilen Ihre Entwicklung und Ihr Potential und teilen Sie ggf. in anderen Trainingsgruppen neu ein. Dabei ist immer Rücksicht auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes bzw. der Jugendlichen zu nehmen, sofern dies der Trainingsrahmen zulässt. Sofern von den Eltern gewünscht, wird dies gemeinsam mit dem Kind / dem Jugendlichen und den Eltern dann besprochen.

5. Statement

Unser Ziel ist es, den Spaß am Golfspiel zu vermitteln, aber auch den sportlichen Ehrgeiz zu fördern.